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RTK ist Echtzeitkinematik für GNSS-Satellitennavigation. Damit lässt sich die Genauigkeit von GNSS-Positionierung deutlich verbessern, indem eine Referenzstation ein Korrektursignal generiert, das dann von einem mobilen Empfänger („Rover“) mit dem Satellitenempfang verrechnet wird.
Halbwegs günstiges RTK kann man mit dem Dualband-simpleRTK2B (u-blox ZED-F9P) und passender Antenne aufbauen. Entweder mit dem Basic Starter Kit (199 EUR plus USt), oder mit dem Board und der etwas besseren Helix-Antenne (zusammen 266 EUR plus USt). Stefan hat im März 2025 das simpleRTK2B-Starterkit gekauft.
Achtung: Ardusimple hat im März 2025 neue All-Band-Empfänger simpleRTK4 angekündigt, die auf vier Bändern arbeiten können (L1 L2 L5 L6).
Das dann entweder alleine laufen lassen (Knapp-unter-Meter-Genauigkeit mit SBAS-Empfang), oder mit NTRIP-Korrektur über Internet. NTRIP z.B. http://rtk2go.com/, siehe Liste hier. Der Korrekturdienst vom LGL BaWü kostet einmalig 150 EUR, der vom LDV Bayern 10 EUR im Jahr.
Bei RTK2GO nehmen zwei Basisstationen relativ nahe am Haus teil, mit denen immerhin Sub-Meter-Genauigkeit erreicht wird: BAUER_HAUS bei Heidenheim und Westendorf bei Kaufbeuren. Die gesamte Liste ist über diese Liste → View All auf der Karte darstellbar.
Theoretisch kann man den Rover auch via Android und SW Maps realisieren. Eventuell konkurriert da aber der interne GNSS-Empfänger manchmal mit dem RTK-GPS.
Andere bauen das auf einem RasPi. Um zu testen, welche Schritte dafür nötig sind, ist gerade auf dem Lenovo S10 eine Umgebung eingerichtet (AntiX, community:obentraut72). Folgende Schritte sind bisher nach dieser Anleitung passiert:
Eine Idee für mehr Präzision in der Doppelstadt wäre, eine eigene Referenzstation aufbauen. Anleitung/Doku hier (FR)
Theoretisch kann man auch mit Funkmodulen im Nahbereich direkt den mobilen Part ohne Umweg übers Internet anbinden, ein Set 202 EUR plus USt, Reichweite ca 2,5–5km im Stadtbereich